Musik aus Norwegen
Norwegische Musiker und Bands
Musikalisch beachtet wird Norwegen erst seit dem 19. Jahrhundert Der norwegische Geigenvirtuose Ole Bull (1810–1880) begeisterte ganz Europa mit seiner Musik. Sein unglaubliches Talent brachte Bull den Spitznamen der »nordische Paganini« ein. Ole Bull war es auch, der die Hardangerfiedel (hardingfele) in die Konzertsäle einführte. Damit gelang ihm die Verbindung zwischen Volksmusik und klassischer Musik.
Das 19. Jahrhundert wurde auch zum Goldenen Zeitalter der norwegischen Musik. Mit den Komponisten Edvard Grieg (1843–1907) und Johan Svendsen (1840–1911) erreichte die musikalische Bedeutung Norwegens ihren Höhepunkt. Sowohl Grieg als auch Svendsen studierten Musik am Konservatorium in Leipzig.
Bergener Festspiele in Norwegen
Das wichtigste Musikfestival in Norwegen sind die Bergener Festspiele, die seit über 50 Jahren alljährlich Besucher aus der ganzen Welt in die hübsche Küstenstadt Bergen lotst. Mit dabei ist auch das Philharmonische Orchester von Bergen, das neben dem Philharmonischen Orchester Oslo, zu den besten Klassik-Ensembles Norwegens zählt.
Die heutige Musikszene in Norwegen ist breit gefächert und nimmt im Land einen sehr hohen Stellenwert ein. Neben Norwegisch ist Englisch die am meisten verbreitete Sprache in der norwegischen Musik. Dadurch sind mittlerweile viele Künstler über die Grenzen Norwegens hinaus bekannt.
Vor allem Jazz und Metal gilt als musikalischer Exportschlager. Aber auch Musiker aus den Bereichen Pop, Rock oder Elektro gehören inzwischen zu den angesehensten Musikern weltweit.